Glasfabrik LAB

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Im LAB werden Künstler*innen, Architekt*innen, Wissenschaftler*innen und Designer*innen in interdisziplinären Teams während des 10-tägigen STADTTFINDEN Festivals vor Ort Projektideen zum Thema der wachsenden Stadt umsetzen. Die entstandenen Arbeiten werden beim OPEN END ABSCHLUSSFEST am 09.09.2017 öffentlich präsentiert.

Ob Performance oder utopisches Szenario, die Form der Arbeit ist frei wählbar und die Resultate können vielseitig sein. Voraussetzung ist die kollaborative und interdisziplinäre Herangehensweise. Am Ende kann ein Vortrag, ein Buch oder eine raumgreifende Installation entstehen, die die physischen Möglichkeiten der Glasfabrik austestet. Auch kann die Arbeit den umgebenden Stadtraum mit einbeziehen, sofern eine Verbindung zur Glasfabrik bestehen bleibt.

Das LAB setzt sich auf unterschiedliche Art und Weise mit urbanistischen Themen auseinander. Welchen Einfluss hat eine wachsende Stadt auf das Leben ihrer Bewohner*innen? Welches Szenario ist für neue Formen des Zusammenlebens in der „Wachsenden Stadt“ ist denkbar? Wie können Wachstumsprozesse kollaborativ im Sinne einer „Stadt für und von allen“ beeinflusst werden? Diese und ähnliche Fragen bilden Ausgangspunkt und Anregungen zu den Projekten.

Die Teams wurden mittels eines Open Calls gesucht und von einer Jury ausgewählt. Während einer initialen Input- und Austauschphase zu Beginn des Festivals soll die Projektskizze weiterentwickelt werden. Die Realisierung erfolgt anschließend im zweiten Schritt, begleitet von einer interessierten Öffentlichkeit und Workshops mit allen Teilnehmer*innen.

Mit dem LAB erprobt die Glasfabrik das Konzept interdisziplinären, kooperativen und experimentellen Arbeitens im thematischen Spannungsfeld der „Wachsenden Stadt“. Dies soll auch bei der längerfristigen Entwicklung der Glasfabrik im Fokus stehen. Das Festival bildet dazu den inhaltlichen Auftakt.

Aus insgesamt 31 Projektvorschlägen wurden folgende sieben Projekte für die Teilnahme am Festival STADTTFINDEN in der Glasfabrik eingeladen:

Der „Subjektive Transformationsatlas“ erforscht und visualisiert den Einfluss der wachsenden Stadt auf das Leben ihrer Bewohner*innen mittels einer interaktiven Onlinekarte.
Von Moritz Ahlert (Architekt und Urbanist) und Alsino Skowronnek (Geograph und Informationsdesigner) aus Berlin.

Das „Hurra!Mobil“ lädt zum Austausch über städtische Transformationsprozesse ins Museum und bildet den Ausgangspunkt zu gemeinsamen Stadterkundungen. »Learning from Leipzig« dokumentiert die Beobachtungen.
Vom Kollektiv Hurra!: Emilia Lichtenwagner (Historikerin und Künstlerin) Patricia Gerger (Künstlerin und Aktivistin), Janine Muckermann (Künstlerin und Kuratorin) und Rahel Saba Mariam Albrich (Philosophin und Künstlerin) aus Wien.

„(V)erschlossene Stadt“ inszeniert ein essayistisches Porträt des Leipziger Viertels um die Glasfabrik mittels Fotographie und Videointerviews der Bewohner*innen, die an der Leutzscher Tafel auch physisch zusammenfinden können.
Von Ina Luft (Kunstpädagogin), Joachim F. Burkhardt (Sozialforscher) und Lisa Steindl (Fotografie) aus Leipzig.

„Urban AR Lab“ entwickelt in der offenen Werkstatt elektronische Messgeräte zur Sichtbarmachung verborgener Phänomene der wachsenden Stadt. In kuratierten
Spaziergängen werden diese durch technisch modifizierte Betrachtung erlebbar.
Von Jasper Meiners (Visuelle Kommunikation), Isabel Paehr (Visuelle Kommunikation), Lennert Raesch (Informatiker) und Jörn Röder (Visuelle Kommunikation) aus Kassel.

„responsive“ ist eine performative Installation aus elektronischen Klängen, reagierenden Körpern und smarten Materialien, die die Potentiale von Schrumpfungsprozessen als Chance erörtert.
Von Angelika Waniek (Bildende Künstlerin, Performerin), Daniel Theiler (Bildender Künstler, Architekt) und Bertolt Meyer (Organisationspsychologe, Musiker) aus Leipzig.
Performerinnen Henriette Aichinger, Carmen Orschinski, Chloe Piot, Jana Schindelhauer und Julia Wolf

„Make the CI-ty“ besetzt die Glasfabrik durch Contact-Impro-Tänzer*innen und manifestiert im Zelt-Utopia einen bewegenden Gegenentwurf zu allgegenwärtigen
Verdrängungen in der wachsenden Stadt.
Von Ali Schwartz (Freelancer Tanz und politische Bildung), Juliane Zöllner (Freie Autorin und Texterin), Aleksander Oglaza (Theaterwissenschaftler und Tänzer) und Lena Schrieb (Freischaffende Künstlerin, Designerin, Kunstvermittlerin) aus Leipzig.

„Feed Back“ spielt als experimentelle, interaktive Installation mit Fragen nach individueller Handlung und deren Folgen im Kontext von Verdichtung und indirekter
Kommunikation.
Von Thomas Weber (Bildhauer) und Svenja Hinzmann (Performance- und Installationskünstlerin) aus Halle.

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Englisch Version

In the LAB, artists, architects, designers and academics working in interdisciplinary teams will implement project ideas relating to the subject of the „expanding city“ on site throughout the 10-day period of the Festival STADTTFINDEN. The resulting work will be presented to the public at the OPEN END ABSCHLUSSFEST (Open End Closing Party) on the 09.09.2017.

Whether performance or utopian scenario, the form of the work can be freely chosen and the results can be versatile. Important is the collaborative and interdisciplinary approach. In the end, a lecture, a book, or an installation filling the space of the Glasfabrik could result from the LAB. The work can also include the surrounding environment as long as a connection to the Glasfabrik remains.

The LAB will discuss urban subjects in various ways. What is the impact of expanding cities on the lives of their inhabitants? What scenarios of new forms of co-habitation in expanding city are imaginable? How can growth processes be collectively influenced in the sense of a „city for and of all“? These and similar questions form a basis for the projects and give impulses.

The teams were searched by means of an open call and selected by a jury. During an initial phase of input and exchange each team’s project sketch will be evolved. Implementation of the project will follow in a second step, accompanied in parallel by temporary public and open workshops.

With the aid of the LAB, the Glasfabrik tests the concept of interdisciplinary, cooperative and experimental work within the field of the expanding city. This will also be the focus of the long-term development of the Glasfabrik.

Out of 31 teams who replied to our call for participation, we invited the folowing to come to the Festival STADTTFINDEN at Glasfabrik in September:

The „SUBJEKTIVE TRANSFORMATIONSATLAS“ (The ATLAS OF SUBJECTIVE TRANSFORMATION) investigates and visualises the influence of the growing city on the lives of its residents using an interactive online map.
By Moritz Ahlert and Alsino Skowronnek (Berlin)

The HURRA! MOBIL invites festival-goers to the museum to take part in an exchange about urban transformation processes and forms the starting point of a shared exploration of the city. “Learning from Leipzig” documents the observations.
By Kollektiv Hurra!: Emilia Lichtenwagner, Patricia Gerger, Janine Muckermann and Rahel Saba Mariam Albrich (Vienna)

(V) ERSCHLOSSENE STADT ((IN) ACCESSIBLE CITY) stages an essayistic portrait of the district around the Glasfabrik using photography and video interviews of the residents, who could also physically meet at the Leutzscher Tafel.
By Ina Luft, Joachim F. Burkhardt and Lisa Steindl (Leipzig)

URBAN AR LAB develops electronic measuring devices in the open workshop in order to highlight hidden phenomena within the growing city. In curated walks these phenomena become tangible through technically modified observation.
By Jasper Meiners, Isabel Paehr, Lennert Raesch and Jörn Röder (Kassel)

RESPONSIVE is a performative intervention made of electronic sounds, reacting bodies and smart materials, which questions the notion of shrinking processes as an opportunity.
By Angelika Waniek, Daniel Theiler and Bertolt Meyer (Leipzig)

MAKE THE CI-TY occupies the Glasfabrik through contact-improvisational-dance and, in a tent-utopia, manifests a moving counter model to the ubiquitous displacement found in the growing city.
By Ali Schwartz, Juliane Zöllner, Aleksander Oglaza and Lena Schrieb (Leipzig)

FEED BACK, an experimental, interactive installation, plays with questions of individual action and its results within a context of urban concentration and indirect communication. By Thomas Weber and Svenja Hinzmann (Halle)