STADTTgestalten im dritten und letzten Workshop

 

Auch beim dritten und abschließenden Workshop im Rahmen des STADTTFINDEN Festivals gab es wieder viele interessierte Besucher und Teilnehmer. Der dritte Workshop stand unter dem Zeichen der Kreativität. Die vier Vorträge und der anschließende Workshop bei dem Referenten und Besucher zusammen kommen, standen unter der Frage „Wie wollen wir leben?“ und wie können und wollen wir unsere Stadt konkret gestalten?

Maxi Blunck hat durch das Programm des dritten Workshoptages geführt. Sie ist Diplomdesignerin und stand uns nicht nur für diesen Workshop tatkräftig zur Seite. Das Büro für urbane Zwischenwelten sieht sich als Mittler zwischen den Interessen verschiedener Akteur*innen bei Stadt- und Regionalentwicklungsprozessen. Darum freuen wir uns besonders über die erfahrene und erfolgreiche Unterstützung während des Workshops und des Festivals.

Andreas Krauth vom Kreativquartier München war an diesem Workshoptag der erste Referent. Am Beispiel von Münchens Stadtentwicklung, ganz konkret den Entwicklungen auf dem Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne, zeigt der Architekt und Mitbegründer des Teleinternetcafés, wie Identitätsbildung eines Quartiers aussehen kann. Das entstandene Kreativquartier ist ein Beispiel dafür, wie sich eine lebendige Kunst- und Kulturszene etabliert und wie deren Potenzial zur Entwicklung einer Stadt genutzt werden kann.

Die Architektin und Mitbegründerin des Kollektivs raumlabor berlin war die zweite im Bunde und referierte über mögliche Schnittstellen von Kultur und Stadtplanung. Mit der Initiative Haus der Statistik wurde ein Beispielprojekt vorgestellt, das zeigt, wie kosteneffektiv gemeinschaftlich genutzt werden kann. Auf dem leerstehenden, 40.000 qm großen Arial soll ein Ort entstehen, der gemeinschaftlichen Wohnraum für Geflüchtete, Student*innen, Senior*innen, Arbeits- und Begegnungsräume für Kunst, Kultur und Bildung bietet soll und in diesem Zuge auch Keimboden für neue Synergien sein soll.

Mit dem Projekt Ostwache Leipzig stellten sich Noriko Minkus und Lina Hurlin vor. Seit einem Jahr entwickelt der Ostwache Leipzig e.V. ein Konzept der Nachnutzung der leer stehenden Gebäude einer ehemaligen Feuerwache in Anger-Crottendorf. Über dem Projekt steht der Begriff „Nachbarschaftszentrum“, denn hier sollen sich Ideen und Konzepte sammeln, die wiederum Synergien bilden sollen um den Ort mit neuem Leben zu füllen.

Den Abschluss der Vortragsreihe machten Lisa Marie Zander und Tina Röthing von der Initiative Esso-Häuser in Hamburg. Die Initiative ging aus der Stadtteilkonferenz „St. Pauli selber machen“ heraus und macht sich zur Aufgabe den Beiteiligungsprozess zur Neuplanung des Esso-Häuser Arials mitten im Herzen von St. Pauli zu organisieren. In ihrer Arbeit des Planens und Forschens als PlanBude verbinden sie Wissenschaft und Praxis, Kunst, Planung, Urbanismus, Dijing, Sozialarbeit und Aktivismus. Bei diesem Projekt stehen die Ideen der Anwohner*innen im Fokus. Dafür wird zwischen den Interessen der unterschiedlichen Akteur*innen, Eigentümerin, Stadtteil und Verwaltung vermittelt.

Im Anschluss an die Vorträge konnten sich die Teilnehmer auf vier Workshop-Gruppen aufteilen und gemeinsam Möglichkeiten der Stadtgestaltung entwickeln. Im Austausch mit den vier Referenten wurden Ideen geteilt, Möglichkeiten ausgelotet und Schwierigkeiten besprochen. Auch an diesem Workshop-Tag waren wir wieder glücklich über die regel Beteiligung unserer interessierten Besucher und Workshop-Teilnehmer. Vielen Dank für drei tolle Vortrags- und Workshop-Tage!

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